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Ursprung

Inmitten der Reben des Markgräflerlandes liegt, auf einem langen und in die Schräge gezogenem Grundstück, die Datscha meiner Grosseltern. Nach dem Eintreten durch das kleine Tor befindet man sich sogleich auf einer grünen Wiese umgeben von Beerenbüschen und grossen Obst- und Nussbäumen. Läuft man weiter, so erreicht man eine kleine Steintreppe, die einem eine grosse, mit Weintrauben überwachsene Pergola und ein kleines Holzhüttchen offenbart. Folgt man der Schräge des Grundstücks weiter herunter, so erreicht man eine weitflächige und bunte Landschaft aus Gemüsebeeten und einem summenden Bienenstock. Aus dieser Landschaft sticht ein grosses, weisses Gewächshaus hervor, in der meine Oma stets ihre wild wachsenden Tomaten beherbergte. Mit dem ersten Schritt hinein werden sogleich alle Sinne angeregt: Die warme stehende Luft wird beim Eintreten durch die Türe aufgewirbelt, wodurch der Geschmack der frischen Tomatenstreuchern intensiviert wird. Durch das helle, matte Aussenmaterial wirkt das Licht gedämpfter und verteilt sich, sobald ein Lichtstrahl direkt hineinstrahlt, durch die Äste der Pflanzen. Der Blick richtet sich primär auf den kleinen Weg, welcher von den hohen Büschen rechts und links bis fast nach oben hin zugewachsen ist. Dadurch fühlt sich das eigentlich grosse Gewächshaus in seinem Inneren sehr klein und gemütlich an, die Luft und das Licht verstärke n das höhlenartige und wohlige Gefühl. Das einzige kleine Fenster lässt einen Windstoss von draussen herein, mit ihm auch eine kleine Arbeiterbiene. Ich kämpfe mich durch die dichten Büsche um ein paar Fleischtomaten zu pflücken und eile heraus, meine Oma ruft nach mir. Der erste Schritt nach draussen ist hell und laut, die Luft riecht nach Schaschlik und Sommer.
Basel, 2015