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Born to serve

Sonego: «Im 21. Jahrhundert sind die Grenzen zurück, Mauermenschen wachsen heran, gepanzert und armiert. Macht und Souveränität verkörpern sich im Symbol der Mauer. Doch Mauern vergiften die Menschen eher, als dass sie uns schützen. In Zeiten kommunikativer Freiheiten, global und im Sekundentakt, wächst das ein- und ausschliessende, Grenzen ziehende Denken rasant an. Trotz (oder gerade wegen) der Existenz von WWW, URL, WhatsApp, iPhone, Tiefseekabeln, Langstreckenflügen, Kreuzfahrten und Hochgeschwindigkeitszügen – Mauern müssen anscheinend weiterhin errichtet werden. Physisch wie auch in den Köpfen, um Angst und Hass zu streuen, so dass Terror, Ausbeutung und ideologische Dezimierungen legitimierbar werden können. Schutz und Furcht, Angst und Freiheit, Rhetorik und Politik, Symbole, die sich gegenüberstehen, Meinungen und Ideologien... wem wird am Ende Recht gesprochen? Ist Freiheit eine Utopie? Leben wir also schon in der Utopie? Wie können Utopien real werden, wenn uns die Vergangenheit stärker prägt als die Zukunft?»

Mauer: «HaHaHaHaHa, Jein.»

Mein Interesse ist es, uns den gegenwärtigen Spiegel vorzuhalten, in dem Humor sich kreuzt mit zeitgenössischen Problemen und Fragestellungen. Meine Themen vermische ich auf eine spielerisch, kindliche Art zu einer performativen Installation.
Basel, 2019
Foto: Christian Knörr