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Verweile doch! Du bist so schön!. Zufällige Begegnungen in Schrift und Sprache

Augenblicke sind flüchtig und einmalig. Die erste Begegnung mit einer Person ist bedeutungsvoll. Bei einem ersten Kontakt mit einem Menschen haben wir uns bereits eine Meinung des Gegenübers gebildet. „Verweile doch! Du bist so schön!“ beschäftigt sich mit der Auseinandersetzung von Mensch zu Mensch. Jede Person ist einzigartig. Das anzunehmen, zu akzeptieren und diese Haltung einzunehmen, kann als Inklusion angesehen werden. Die Akzeptanz von Diversität und Anderssein entsteht bei jedem in unterschiedlichem Masse und ist ein Prozess.
Im Tram und Zug sprechen wir kaum mit fremden Menschen und schweigen uns an. Unterschiedlichste Gruppierungen begegnen sich auf engstem Raum. Wir vermeiden Augenkontakt und versuchen, uns so wenig wie möglich mit dem Gegenüber auseinander zu setzen. Dieser dicht gedrängte Ort wird in das Sprachcafé transportiert und im Raum übersetzt. Im Gegensatz zu unserem Alltag wird im Sprachcafé Kommunikation klar gefördert, indem Geschichten geschrieben und neue Kontakte provoziert werden. Tram und Zug dienen im Sprachcafé als aktive Kommunikationszonen, was zu einer räumlichen Irritation führt. Briefkontakte werden im Zugabteil geschlossen und am Abend findet im Tram ein Speed-Connecting statt. Anhand dieser zwei Kommunikationsarten sollen Horizonte erweitert und Akzeptanz anderen gegenüber ausgeübt werden. Dabei soll die eigene Einstellung zu unterschiedlichen Gruppierungen in der Gesellschaft hinterfragt und neue Meinungen ausgehandelt werden. Im EWZ Gebäude entsteht ein Sprachcafé, das durch zwei neue Kommunikationsarten unterschiedliche Gruppierungen aus verschiedenen Gesellschaftsschichten zusammenführt.
Basel, 2017


Full spec

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THEORIE: Prof. Dr. phil. Claude Enderle
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PRAXIS: Diplomverantwortlicher: Nader A. Taghavi | Mentor: Alain Rappaport | Assistentin: Lea Kuhn