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Die fünf Projekte sind auf beiligenden PDF's kurz beschrieben.
Performativ-installative Tänze und Aktionen, mit Musik und unterschiedlichsten Menschen, biografische Reibungen im öffentlichen Raum etc.

(Wie und wo lade ich die Bilder eigentlich hoch) ???
Herrliche Zeiten; White Space, 2019, 2014, 2011, 2010, 2006
https://www.vrenispieser.ch


Additional

Rage_2019_ Fotografie © Remy Erismann Going Public 1_2014_Fotografie © Vreni Spieser Omomoto_2011_Fotografie © keine Ahnung Loosing or keeping contro in a more or less joyful way_2010_Fotografie © Vreni Spieser Mensche, Tiere, Sensationen_2006_Fotografie © Rudolf Steiner

Remark

Der Projektbeschrieb von "Going Public 1" lässt sich scheinbar nicht hochladen.. Das dreht und dreht und dreht. Gerader diesen Text mag ich aber sehr. Darum kopiere ich ihn nun hier direkt rein. Mal schauen, ob ich das dann so abschicken kann. Herzliche Grüsse. Vreni ... Going Public 1, 2014 Intime Politik - Kurze Überlegung zu Vreni Spiesers Werk "Going Public" Von Tobias Spichtig Erschienen in der Publikation "Herrliche Zeiten" zum gleichnamigen Ausstellungsprojekt, das vom 16. August bis 11. Oktober 2014 im öffentlichen Raum der Stadt Zug zu sehen war. Zug; Kapital, Ökonomie, global village, Privat, Person, Beziehung, Liebe, Postkolonialismus, Drama, Öffentlichkeit (the public) - all das ist Thema in Vreni Spiesers Arbeit. Es wird jedoch nicht explizit thematisiert, kaum vor-verhandelt und nichts ausgestellt. Nichts wird propagiert, auch kaum performt. Wenn überhaupt ausgestellt, dann gebaut, und gelebt wird eine Hütte. Die Themen sind inhärenter Bestandteil der Geschichte dieser Hütte, die eine eigentliche Liebesgeschichte ist. Diese Geschichte spielt nicht auf dem Parkett der global economy, auch wenn sie untrennbar mit ihr zu tun hat, sondern vielmehr in einer Ökonomie der Liebe. Auf der Kehrseite der globalen Unternehmen. Weltumspannende Konzerne sind meist rechtliche Personen, und die Giganten "heiraten" auch. Man kann sich trotzdem schlecht vorstellen, dass ein Unternehmen mit Sitz in Zug sich in die Stadt verliebt und die einander dann am Flughafen leidenschaftlich küssen. Vreni Spieser, in Zug aufgewachsen, hat bestimmt Gefühle für die kleine Stadt am See. Sie ist jedoch weg von da und liebt einen, der einen Innerschweizer wie mich einen Fremden nennen könnte. Das Wort hat Tradition, denn vor mehr als hundert Jahren sind viele aus dieser damals mausarmen Zentralschweiz in die Fremde gegangen. Dieser Auszug wurde sogar auf staatlicher Ebene gefördert. Doch für eine Privatperson sehen die Gesetze heute anders aus. Auch wenn die Künstlerin und noch viel mehr ihr Matrose teil dieser globalen Ökonomie sind, steht das Gesetz der Staaten und deren Verträge der Freiheit im Weg. Und da wird das Private, ja sogar das Intimste politisch. Der Beschrieb Vreni Spießers lautet folgendermassen: Seit über zwei Jahren bin ich mit einem philippinischen Matrosen liiert. Er lebt, wenn er nicht auf einem Schiff unterwegs ist, in Manila. Die einzige Möglichkeit, uns zu treffen, besteht darin, dass ich ab und zu auf die Philippinen fliege. Er kriegt für die Schweiz keine Einreisebewilligung. Wir hatten schon seit längerem die Idee, dass er für mich als Assistent arbeiten könnte, da er handwerklich sehr gut ausgebildet ist. Das scheiterte aber bis anhin an meinem nicht existierenden Budget. Spiesers Hütte ist also per se politisch, doch in erster Linie ein Liebesfilm ohne Kamera. Fast wie ein Heimatfilm, der all die Möglichkeiten einer Realität, einer globalen Zukunft und so etwas wie Heimat oder Zugehörigkeit selbstverständlich beinhaltet.

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2019, 2014, 2011, 2010, 2006 Fotoserie (Reihenfolge am Ende vom Dateinamen benennen!) / Photo series (name sequence at the end of the file name!)

Queries

Bang Bang

References

Full spec

Handle
20.500.11806/med/8352
anderesformat
camera
01_VreniSpieser_2019_Rage_01.jpg 01_VreniSpieser_2019_Rage_02.jpg 01_VreniSpieser_2019_Rage_03.jpg 01_VreniSpieser_2019_Rage_04.pdf 02_VreniSpieser_2014_Going Public1_01.jpg 02_VreniSpieser_2014_Going Public1_02.jpg 02_VreniSpieser_2014_Going Public1_03.jpg 02_VreniSpieser_2014_Going Public1_04.pdf 03_Spieser_Schick_2011_Omomoto_01.jpg 03_Spieser_Schick_2011_Omomoto_02.jpg 03_Spieser_Schick_2011_Omomoto_03.jpg 03_Spieser_Schick_2011_Omomoto_04.jpg 03_Spieser_Schick_2015_Omomoto_04.pdf 04_VreniSpieser_2010_Loosingorkeeping_01.jpg 04_VreniSpieser_2010_Loosingorkeeping_02.jpg 04_VreniSpieser_2010_Loosingorkeeping_03.jpg 04_VreniSpieser_2010_Loosingorkeeping_04.jpg 05_VreniSpieser_2006_MenschenTiereSensationen_01.tif 05_VreniSpieser_2006_MenschenTiereSensationen_02.tif 05_VreniSpieser_2006_MenschenTiereSensationen_03.tif 05_VreniSpieser_2006_MenschenTiereSensationen_04.pdf
dauer
Von 10 Minuten bis zu zwei Wochen
doctype
Dokumentation einer Performance/Aktion / Documentation of a performance/action
eventcurator
Belluard Performance Festival; Omlin, Sibylle; Keller, San; Falk, Jacqueline; De Kunst, Sally; Huber, Judith; Küenzi, Urs
eventplace
Herrliche Zeiten; White Space
festival
BONE - Festival für Aktionskunst; Innerschweizer Jahresausstellung; Schlachthaus Bern / öffentlicher Raum Stadt Zug / Fribourg Stadt+ Bollwerk / Kunstmuseum Lu-zern / White Space Zürich
function
Künstlerin
jahrgang
1963
medium
Fotoserie (Reihenfolge am Ende vom Dateinamen benennen!) / Photo series (name sequence at the end of the file name!)
performers
Spieser, Vreni; Alvarado, Narda; Capalungan, Diosdado; Schick, Martin; Spieser, Laura; Mathys, Linus; Suter, Mirjam; Forster, Joel; Gertsch, Bernhard
remark
Der Projektbeschrieb von "Going Public 1" lässt sich scheinbar nicht hochladen.. Das dreht und dreht und dreht. Gerader diesen Text mag ich aber sehr. Darum kopiere ich ihn nun hier direkt rein. Mal schauen, ob ich das dann so abschicken kann. Herzliche Grüsse. Vreni ... Going Public 1, 2014 Intime Politik - Kurze Überlegung zu Vreni Spiesers Werk "Going Public" Von Tobias Spichtig Erschienen in der Publikation "Herrliche Zeiten" zum gleichnamigen Ausstellungsprojekt, das vom 16. August bis 11. Oktober 2014 im öffentlichen Raum der Stadt Zug zu sehen war. Zug; Kapital, Ökonomie, global village, Privat, Person, Beziehung, Liebe, Postkolonialismus, Drama, Öffentlichkeit (the public) - all das ist Thema in Vreni Spiesers Arbeit. Es wird jedoch nicht explizit thematisiert, kaum vor-verhandelt und nichts ausgestellt. Nichts wird propagiert, auch kaum performt. Wenn überhaupt ausgestellt, dann gebaut, und gelebt wird eine Hütte. Die Themen sind inhärenter Bestandteil der Geschichte dieser Hütte, die eine eigentliche Liebesgeschichte ist. Diese Geschichte spielt nicht auf dem Parkett der global economy, auch wenn sie untrennbar mit ihr zu tun hat, sondern vielmehr in einer Ökonomie der Liebe. Auf der Kehrseite der globalen Unternehmen. Weltumspannende Konzerne sind meist rechtliche Personen, und die Giganten "heiraten" auch. Man kann sich trotzdem schlecht vorstellen, dass ein Unternehmen mit Sitz in Zug sich in die Stadt verliebt und die einander dann am Flughafen leidenschaftlich küssen. Vreni Spieser, in Zug aufgewachsen, hat bestimmt Gefühle für die kleine Stadt am See. Sie ist jedoch weg von da und liebt einen, der einen Innerschweizer wie mich einen Fremden nennen könnte. Das Wort hat Tradition, denn vor mehr als hundert Jahren sind viele aus dieser damals mausarmen Zentralschweiz in die Fremde gegangen. Dieser Auszug wurde sogar auf staatlicher Ebene gefördert. Doch für eine Privatperson sehen die Gesetze heute anders aus. Auch wenn die Künstlerin und noch viel mehr ihr Matrose teil dieser globalen Ökonomie sind, steht das Gesetz der Staaten und deren Verträge der Freiheit im Weg. Und da wird das Private, ja sogar das Intimste politisch. Der Beschrieb Vreni Spießers lautet folgendermassen: Seit über zwei Jahren bin ich mit einem philippinischen Matrosen liiert. Er lebt, wenn er nicht auf einem Schiff unterwegs ist, in Manila. Die einzige Möglichkeit, uns zu treffen, besteht darin, dass ich ab und zu auf die Philippinen fliege. Er kriegt für die Schweiz keine Einreisebewilligung. Wir hatten schon seit längerem die Idee, dass er für mich als Assistent arbeiten könnte, da er handwerklich sehr gut ausgebildet ist. Das scheiterte aber bis anhin an meinem nicht existierenden Budget. Spiesers Hütte ist also per se politisch, doch in erster Linie ein Liebesfilm ohne Kamera. Fast wie ein Heimatfilm, der all die Möglichkeiten einer Realität, einer globalen Zukunft und so etwas wie Heimat oder Zugehörigkeit selbstverständlich beinhaltet.