Abstract
Auf einer grauen Fläche pulsiert ein Kaleidoskop aus simplen geometrischen Formen aus Karton und wächst zu immer komplexeren Strukturen heran. In sehr schneller Rhythmisierung bildet Manuel Szabo in seinem Animationsfilm symmetrisch ornamentale Mandalas, lässt sie verschwinden und rekonstruiert sie in neuer Form. In unserer Zeit, in der abstrakte Formen per Computersimulationen leicht virtuell erzeugt werden können, bedient er sich eines scheinbar einfachen Materials. Er baut seine Gebilde analog, ohne digitale Hilfsmittel auf und führt sie in jene stetig wachsende Komplexität. Diese spielerische Dynamik wird intensiviert durch die Bewegung der Kamera. Mit dem Titel "Nr. 4" verweist Szabo an die Symmetrie der Konstruktion, welche immer eine bestimmte Anzahl an Kartonformen beinhaltet, die ein Vielfaches von 4 sind. Die Arbeit zeigt eine enorme visuelle Vielfalt und Ästhetik in einem Spektrum aus Grau. Der Effekt, den Manuel Szabo erzeugt, oszilliert zwischen psychedelisch und überfordernd; die Arbeit behält dabei jedoch ihren spielerischen Charakter.
Tyrone Richards
Ausstellungskopie