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Seerosengrüße aus Schweden 06

Die Koordinaten bezeichneten einen Punkt mitten in einem Naturschutzgebiet, Björndalens Naturreservat. Das GPS-Gerät in der Hand stapfte Hektor Maille durch den Wald. Fichten, Buchen und Birken kämpften da um einen Platz am Licht. Der Boden war voller Pfützen, moosig und weich, gab manchmal plötzlich unter den Tritten nach. Er gelangte zu einem kleinen, allseits von Bäumen umstandenen See von dunkler, rostig-schwarzer Farbe. Und genau da lag laut Mailles Gerät auch der Schnittpunkt aus Längen und Breiten, mitten im Wasser, ungefähr zwei bis drei Meter vom Ufer entfernt. Das also war es, diese Pfütze.
Dafür war er zwei Tage in Flugzeugen und auf Airports herumgesessen, stundenlang mit Fähren und Taxis durch die Ostsee geschippert und schließlich durch einen halben Sumpf gewatet. Das also war der «Beweis», wie es auf Zhangs kleiner Banknote hieß. Das war es. Doch was war es? Da war nichts außer dem dunklen Wasser des Teiches und ein paar Seerosen, die auf seiner Oberfläche trieben – farbige Launen in der allgemeinen Kargheit dieser Natur.
Einladend wirkte der Teich nicht, doch vielleicht lag die Lösung unter seiner Oberfläche, auf dem Grunde des Weihers. Maille fasste sich ein Herz, versprach sich ein luxuriöses Nachtessen und hüpfte hinein.
Zürich, 2008


References

Full spec

CallNumber
MK05_06
DateAdded
2026-02-19T12:27:59Z
DateModified
2026-03-18T16:27:42Z
Key
HIEE5XCR
NumberOfVolumes
20
Rights
CC BY 4.0
SeriesTitle
Mission Kaki
Volume
Episode 05
Handle
20.500.11806/med/4zs4-0n3t-nt