Material: Tisch mit diversen Alltagsgegenständen, Wasserbecken, weisser Sockel, Videokamera auf Stativ, Scheinwerfer, Videoprojektion, 18‘ Tonspur mit aneinander gehängten Originalfragmenten aus Tierdokumentarfilmen.
Vögtli generiert zur Tonspur vor Publikum und laufender Kamera die Bilder zum Film, der gleichzeitig auf die Wand über ihr projiziert wird. Wie im Puppenspiel animiert sie die bereit gestellten Gegenstände: Cervelats und Cipolatas stellen Seelöwen und Robben dar, Spaghetti und Wischmop Seeanemonen, Pfeffermühlen gross und klein eine Gottesanbeterin mit Männchen, Nachttischlampen sind Hühner, Butter mit eingestecktem Schuhlöffel Biber, zwei Wasserhähne Stielaugenfliegen usw. So entsteht ein dokumentarischer Tierfilm zum Aspekt des Kämpfens. Es sind zehn Tierarten in Konfliktsituationen mit unterschiedlichen Motiven gezeigt. Im ‚Abspann‘ werden die Begriffserklärungen von ‚Krieg’ und ‚Frieden’ aufgeführt.
Es geht um eine vergleichende Betrachtung der Ursachen von Auseinandersetzungen und deren Austragungsweise in der Welt von Tier und Mensch. Gleichzeitig wirft die Performance ein Licht auf die Art und Weise, wie der Mensch in Reportagen über Tiere spricht und wie er sie interpretiert.