Additional
„Wir wissen, dass Vögel existieren; wir kennen – wenn wir uns denn dafür interessieren – ihre Namen, die ihnen von Wissenschaftlern oder Vogelliebhabern gegeben wurden. Manchmal erinnern wir die Namen, wissen aber nicht, wie die dazugehörige Vogelart aussieht – und ob es sie überhaupt noch gibt. Wir wissen, dass die Natur nicht (mehr) gottgegeben ist – ebenso wenig wie die Namen der Vogelarten, welche dazu dienten, Tiere, die von uns nach Farbe und Körper unterschieden wurden, wieder zu erkennen – und sie im Bedarfsfall zählen zu können. Wobei da die Pausen, die Leerstellen inzwischen immer grösser werden, einfach, weil es weniger zu sehen, zu hören, zu zählen gibt. In der Dichtung von Hausheer, Angela; wird eine Realität aufgehoben – sowohl die Erinnerung an die poetische Kraft der Benennungen wie auch die Gestaltung der Wirklichkeit durch das Spiel der Sprache, der Worte, der Betonungen und eben der Freiräume – all das, was man kaum in Käfige stecken kann.“ Dr. Roland Scotti